Die Preisspannen im Überblick
| Art der Website | typische Kosten | geeignet für |
|---|---|---|
| Baukasten in Eigenregie | ca. 10 bis 40 € im Monat + eigene Zeit | sehr kleine Budgets, einfache Visitenkarte |
| Landingpage (eine Seite) | ca. 800 bis 2.500 € | einzelne Leistung, Kampagne, Start |
| Unternehmenswebsite (5 bis 15 Seiten) | ca. 2.000 bis 8.000 € | Handwerk, Praxen, Dienstleister |
| Umfangreiche Website mit Sonderfunktionen | ca. 8.000 bis 20.000 € | mehrere Standorte, Buchung, Mehrsprachigkeit |
| Online-Shop oder Portal | ab ca. 10.000 € | Verkauf, Kundenbereich, Schnittstellen |
Diese Werte sind Erfahrungswerte für den deutschen Markt, keine festen Preise. Einzelne Angebote können deutlich abweichen, nach oben wie nach unten.
Was den Preis bestimmt
Anzahl und Art der Seiten
Jede Seite braucht Konzept, Gestaltung, Text und Umsetzung. Eine Website mit acht Leistungsseiten kostet mehr als eine mit drei. Gleichzeitig ist eine eigene Seite pro Leistung wichtig für Google. Hier zu sparen, kostet später oft Sichtbarkeit.
Design: Vorlage oder individuell
Ein angepasstes Theme ist günstiger als ein komplett eigenes Design. Ein individuelles Design lohnt sich, wenn Sie sich deutlich von Wettbewerbern abheben wollen oder ein bestehendes Erscheinungsbild umsetzen müssen.
Texte
Gute Texte sind einer der größten Kostenfaktoren und einer der wichtigsten. Liefern Sie die Texte selbst, sinkt der Preis. Lassen Sie sie schreiben, sollten Sie mit einigen hundert Euro pro umfangreicher Seite rechnen. Texte, die verkaufen und bei Google gefunden werden, sind das Geld meist wert.
Fotos
Echte Fotos aus Ihrem Betrieb wirken deutlich stärker als Bilder aus Bilddatenbanken. Ein halber Tag mit einem Fotografen kostet je nach Region und Anbieter einige hundert Euro und lohnt sich fast immer.
Funktionen
Terminbuchung, Kalkulatoren, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereiche, Anbindung an Warenwirtschaft oder CRM: Jede Funktion erhöht Aufwand und Preis, teils erheblich.
Barrierefreiheit
Seit Juni 2025 müssen viele Online-Angebote für Verbraucher barrierefrei sein. Wird Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht, kostet sie wenig extra. Nachrüsten ist teurer. Ob Sie betroffen sind, steht in Barrierefreie Website: Für wen gilt die Pflicht?.
SEO-Grundlage
Eine Website ohne saubere Struktur, Ladezeit und Grundoptimierung muss später nachgebessert werden. Achten Sie darauf, dass diese Punkte im Angebot enthalten sind.
Laufende Kosten nach dem Start
Eine Website ist nach dem Livegang nicht fertig. Planen Sie diese Posten ein:
| Posten | typische Kosten |
|---|---|
| Domain | ca. 1 bis 3 € im Monat |
| Hosting | ca. 10 bis 50 € im Monat für Unternehmenswebsites |
| Wartung (Updates, Backups, Sicherheit) | ca. 30 bis 150 € im Monat |
| Änderungen und neue Inhalte | nach Aufwand oder als Paket |
| Consent-Tool, Lizenzen für Erweiterungen | je nach Anbieter einige Euro im Monat |
Gerade bei WordPress-Websites sind regelmäßige Updates wichtig. Veraltete Erweiterungen sind eines der häufigsten Einfallstore für Angriffe.
Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Baukasten (zum Beispiel Wix, Jimdo oder Squarespace) ist günstig und schnell. Die Grenzen zeigen sich bei individueller Gestaltung, Ladezeit, SEO-Feinheiten und wenn Sie später umziehen wollen.
Freelancer sind oft günstiger als Agenturen und sehr flexibel. Achten Sie darauf, dass Vertretung und langfristige Betreuung geklärt sind.
Agenturen bieten meist mehr Leistungen aus einer Hand, etwa Design, Text, SEO und Anzeigen. Das kostet etwas mehr, spart aber Abstimmung zwischen verschiedenen Dienstleistern.
So vergleichen Sie Angebote richtig
Prüfen Sie, ob diese Punkte im Angebot stehen:
- Anzahl der Seiten und welche das sind
- wer die Texte schreibt
- Anzahl der Korrekturschleifen beim Design
- mobile Optimierung und Barrierefreiheit
- SEO-Grundlage (Struktur, Ladezeit, strukturierte Daten)
- bei einem Relaunch: Weiterleitungen der alten Adressen
- Einweisung, damit Sie Inhalte selbst ändern können
- wem Domain, Website und Zugänge gehören
- laufende Kosten nach dem Start
Ein günstiges Angebot ohne diese Punkte ist oft am Ende das teurere.
Ist eine teure Website ihr Geld wert?
Rechnen Sie nicht in Kosten, sondern in Anfragen. Wenn eine neue Website im Monat zwei zusätzliche Aufträge bringt, hat sie sich bei vielen Betrieben innerhalb eines Jahres bezahlt gemacht. Eine Website, die zwar günstig war, aber keine Anfragen bringt, ist dagegen zu teuer, egal was sie gekostet hat.
